AVM Erfolgsgeschichte

Herr L., ein in Deutschland geborener, knapp 60-jähriger Teilnehmer, kam mit multiplen Vermittlungshemmnissen zu uns.

Nachdem er nicht mehr als Bäcker arbeiten konnte, war Herr L. über zehn Jahre hinweg überwiegend ohne Arbeit. Eigene Bewerbungsaktivitäten blieben aus den unterschiedlichsten Gründen (keine Arbeitszeugnisse, unsichere PC-Kenntnisse, kein Führerschein, etc.) ohne Erfolg. Zudem war der TN durch ein Augenleiden zunehmend eingeschränkt.

Im Projekt, einer Arbeitsgelegenheit, entwickelte er sich dagegen sehr gut. Er war stets deutlich vor Arbeitsbeginn anwesend und bereitete z.B. die Arbeitsumgebung für alle vor, goss die Pflanzen u.Ä.m.

Nach einer erfolgreichen Augenoperation wurde der Teilnehmer wesentlich selbstsicherer und zuversichtlicher. Im weiteren Verlauf der Maßnahme passte er sich den Anforderungen sehr gut an und erwies sich als fleißiger, zuverlässiger und sorgfältiger Mitarbeiter.

Nach einigen Absagen für Herrn L. gelang es, für ihn ein Praktikum im Getränkebereich eines uns bekannten Arbeitgebers zu organisieren. Im Verlauf des Praktikums erwies er sich als sehr motiviert und arbeite mit großem Engagement in der Abteilung mit. Insbesondere konnte er durch seine Teamfähigkeit und Hilfsbereitschaft punkten. Der Betrieb bot ihm nach dem Praktikum zunächst eine befristete Teilzeitstelle (30 Wochenarbeitsstunden) für ein Jahr an. Bereits nach der Probezeit wurde sein Vertrag dann schon auf Vollzeit aufgestockt.

Bei seinen regelmäßig stattfindenden Besuchen bei uns berichtet er, dass ihm die Arbeit großen Spaß mache und er sehr zufrieden mit seiner persönlichen und beruflichen Situation sei. Inzwischen erhielt er einen unbefristeten Vollzeit-Arbeitsvertrag.

AVM Erfolgsgeschichte

 

Als Frau R. uns für eine Qualifizierungsmaßnahme zugewiesen wurde, war sie 32 Jahre alt und hatte bereits berufliche Erfahrungen in der Sicherheitsbranche gesammelt. Sie verfügte über den Realschulabschluss, aber nicht über eine Ausbildung.

Frau R. hatte einen schwierigen sozialen Hintergrund, Sie ist geschieden, ihre beiden Kinder lebten in einer Pflegefamilie, sie war seit Jahren arbeitsuchend.

In der Gruppe fiel sie durch ihre Ungeduld auf. Wenn es im Unterricht nicht schnell genug ging, andere Teilnehmer Sachverhalte nicht sofort verstanden, konnte sie mitunter aufbrausend reagieren.

So gestaltete sich die Zusammenarbeit zunächst als schwierig, Frau R. fiel durch ihre mangelnde Impulskontrolle auf, sie war wenig motiviert und es zeigte sich eine Konzentrationsschwäche. Mit gezielter Unterstützung, in mehreren Einzelgesprächen spiegelten wir ihr ihr Verhalten und es konnte eine Verhaltensänderung bewirkt werden. Die Einsicht, dass jetzt der Zeitpunkt sein könnte, etwas zu verändern, gewann die Oberhand.

Schlussendlich bestand sie die IKH-Sachkundeprüfung nach § 34a GewO mit sehr gutem Erfolg und fand direkt im Anschluss eine Vollzeitanstellung.

Zwischenzeitlich arbeitet sie als Teamleiterin in der Sicherheitsbranche, sie hat geheiratet und die Kinder leben wieder bei ihr

AVM Erfolgsgeschichte

Ein 22-jähriger junger Mann aus dem Irak, seit 2015 in Deutschland und bisher ohne Beschäftigung wurde uns Anfang 2019 zugewiesen.

Er hatte früh seine Eltern verloren, wuchs bei Verwandten auf und hatte nicht die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Seit seiner Einreise nach Deutschland hatte er die B1 Sprachprüfung bestanden und spricht Deutsch auf gutem Niveau. Zudem hatte er schon vor der Maßnahme aus Eigeninitiative einen Abendkurs zum Erwerb des Hauptschulabschlusses begonnen und sich Nachhilfe in seinem Problemfach Mathematik organisiert.

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Auszubildende und Ausbildungsbetriebe finden oft nicht zueinander

Von den rund 497.000 Jugendlichen, die im Ausbildungsjahr 2018/2019 noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle waren, hatte ein Großteil zwar Glück – doch rund 90.000 von ihnen hatten bis Ende September 2019 noch keine Stelle gefunden. Gleichzeitig gibt es, laut Bundesagentur für Arbeit, noch über 157.000 freie Ausbildungsstellen, für die sich bis zu diesem Zeitpunk kein passender Bewerber fand. Im Prinzip könnte demnach jeder Bewerber versorgt sein. Woher kommt nun das Ungleichgewicht?

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Der Ausbildungsverbund Metall AVM feiert sein 40-jähriges Bestehen

Eine Menge Idealismus und Engagement – das zeichnet den Ausbildungsverbund Metall bereits seit seinen Anfängen im Jahr 1979 aus. 40 Jahre sind mittlerweile vergangen, seit tatkräftige Eltern, Personen des öffentlichen Lebens, die Städte Rüsselsheim am Main und Raunheim sowie die Firma Opel den Grundstein für den Verbund legten: Mit dem „Verein zur Förderung der Berufsausbildung Jugendlicher im Raum Rüsselsheim/Raunheim e. V.“ unterstützten sie Jugendliche, die zum Beispiel durch ihren niedrigen Bildungsgrad oder instabile Familienverhältnisse berufliche Nachteile gegenüber ihren Altersgenossen hatten.

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Landrat Will würdigt Arbeit des Ausbildungsverbunds Metall AVM: Digital-Projekt im Jubiläumsjahr

Die gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft AVM wird 40 – und geht voller Selbstbewusstsein ins kommende Jahrzehnt. „Mir ist vor den nächsten Jahren nicht bange“, sagte Landrat Thomas Will bei einem Pressegespräch anlässlich des Jubiläums: „Seit Beginn hat sich der AVM für die Integration von Menschen in den Ausbildungsmarkt eingesetzt. Einer der Schwerpunkte wird auch weiterhin bei Ausbildungen im Gastronomiebereich liegen“, sagte der Landrat, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des AVM ist.

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„Digitales Lernen in der außerbetrieblichen Ausbildung“

Fachtagung am 15. Oktober 2019

Vor 40 Jahren startete die AVM gGmbH als Modellversuch in der Ausbildung für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und bietet heute als moderne Bildungs- und Beschäftigungsgesellschaft Jugendlichen und Erwachsenen vielfältige Möglichkeiten in der Ausbildung, Qualifizierung und Integration in den Arbeitsmarkt.

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