UNESCO-Weltbildungsbericht 2019 in Berlin vorgestellt

Die UNESCO koordiniert die Umsetzung der Bildungsagenda 2030 – dem globalen Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen. Der Bericht 2019 steht unter dem Titel „Migration, Flucht und Bildung: Brücken bauen statt Mauern“. Bis zum Jahr 2030 will die UNESCO für alle Menschen „inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen“ sicherstellen.

In ihrem aktuellen Bericht wird besonders Deutschlands Einsatz bei der Integration von Flüchtlingen und Migranten gelobt. Deutschlands Anerkennung beruflicher Qualifikationen sei richtungsweisend, so die Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, Maria Böhmer. Laut ihr habe Deutschland schon einige Erfolge vorzuweisen: „Die Möglichkeit der Anerkennung von Qualifikationen für den Arbeitsmarkt sowie zahlreiche Unterstützungsprogramme für Geflüchtete in Deutschland zeigen, dass wir unsere Verpflichtung, hochwertige und chancengerechte Bildung gemäß der globalen Nachhaltigkeitsagenda sicherzustellen, sehr ernst nehmen.“ Besonders hervorgehoben wurde auch Deutschlands Investition in Sprachförderung – für den Zeitraum 2016 bis 2020 werden zusätzliche 800 Millionen Euro für die sprachliche Förderung in Kindertagesstätten zu Verfügung gestellt werden.

Trotz dieser deutlichen Fortschritte bestehen noch einige Probleme, die es zu beseitigen gilt. Zum Beispiel seien fehlende Qualifikationen nach wie vor ein Hindernis in der deutschen Arbeitswelt, zudem sollten Mädchen und Frauen besonders gefördert werden: „Sie haben bisher die größten Schwierigkeiten, in der deutschen Arbeitswelt Fuß zu fassen“, so Maria Böhmer.

Alles in allem sei Deutschland aber Vorreiter, was den Bereich der beruflichen Qualifikation betrifft – die Chancen auf Arbeit und höhere Löhne für Geflüchtete und Migranten erhöhen sich dadurch deutlich.

Ratsstube feiert zehnjähriges Bestehen

2008 öffneten die Türen des Ausbildungsrestaurants Ratsstube in Bischofsheim erstmals, um jungen Menschen im Berufsfeld der Gastronomie eine bessere berufliche Chance zu bieten. Waren es zunächst Auszubildende im Beruf „Fachkraft im Gastgewerbe“, die einen Großteil der Ausbildung in Praktika bei renommierten Hotel- und Gaststättenbetrieben absolvierten, konnte das Ausbildungsangebot auf die Berufe Koch/Köchin, Fachpraktiker/-in Küche, Restaurantfachkraft und sogar Hotelfachkraft erweitert werden. Zehn Jahre erfolgreiche Arbeit waren wahrlich ein Grund zum Feiern.

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