Kategorie-Archiv: Allgemein

AVM Erfolgsgeschichte

Erfolgreich umgeschult zum Zerspanungsmechaniker, auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung kam Herr E. (39 Jahre) zu uns.

Auf Grund der Corona-Pandemie war es für ihn generell schwierig, eine neue Arbeitsstelle zu bekommen. Viele Unternehmen hatten die Pandemiezeit leider nicht überstanden und mussten schließen. Dies machte die Suche nicht leichter. Herr E. ist sich seiner Qualifikationen bewusst, zielorienteiert gingen bereits mehrere Bewerbungen an Unternehmen raus. Zu einem Arbeitsverhältnis kam es leider noch nicht.

Im Projekt Werkakademie aktualisierten wir seine Bewerbungsunterlagen und besprachen seine Möglichkeiten, Alternativen und Berufsziele. Er bekam auf Grund seiner schlechten Erfahrungen erst Mal einen Schrecken, als wir ihm vorgeschlagen hatten, über die Zeitarbeit an seinen Berufswunsch zu kommen. Die Jobcoachs stellten klar, dass die Entscheidung, ob er nun letztendlich eine Beschäftigung in einer Zeitarbeitsfirma erneut angehen möchte, immer noch in seiner Macht bleibt, und dass die richtige Zeitarbeitsfirma und der richtige Einsatzort eventuell zum Erfolg und zur Übernahme führen könnten.

Wir machten Herrn E. darauf aufmerksam, an welchen Merkmalen und Arbeitsstrukturen er in einem Vorstellungsgespräch die Seriosität eines Zeitarbeitsunternehmens erkennen kann. Er wurde auf die Gespräche vorbereitet und erhielt alle Informationen über die Voraussetzungen, Gehaltsgrenzen, Tarifverträge und deren Inhalte. Herrn E. wurde empfohlen, in den Vorstellungsgesprächen offen über seine Ziele und Vorstellungen oder die gewünschte Branche mit den Disponenten zu sprechen.

Die Bewerbungsphase ging los und schon war Herr E. auf Grund von zahlreichen Vorstellungsgesprächen kaum noch persönlich anwesend. In einer sehr kurzen Zeit hatte er die Möglichkeit zwischen mehreren Angeboten zu entscheiden, dennoch bewarb er sich fleißig weiter und erhielt rasch ein Angebot, was seinen Erwartungen entsprach und ist heute erfolgreich und zufrieden in Arbeit.

Es ist immer wieder eine Freude, auch nach der Maßnahme Besuche oder Nachrichten in Bezug auf die neue Arbeitsstelle zu erhalten. Vor kurzem meldete auch Herr E. sich bei uns um zu berichten wie es läuft. Aktuell ist er noch immer froh über seine Entscheidung und kommt super mit der Zeitarbeitsfirma, im Kundenunternehmen sowie mit seinen Kollegen und seinen Aufgabenbereichen zurecht.

AVM Erfolgsgeschichte

Herr S., ein 30-jähriger Teilnehmer aus dem Projekt Werkakademie, der durch einen Arbeitsunfall seinen erfolgreich erlernten Beruf als Dachdecker nicht mehr ausüben konnte, musste sich beruflich umorientieren.

Herr S. beschäftigte sich in seiner Schulzeit schon mit dem IT-Bereich und bildete sich seit mehreren Jahren privat und eigenständig weiter. Entschieden hatte er sich nach der Schule aber für das Familiengeschäft. Wenn er also schon einen neuen beruflichen Weg gehen musste, sollte es dieses Mal die Ausfahrt in Richtung Informationstechnologie sein!

Herr S. bewarb sich auf Ausbildungsstellen, zunächst erstmal ohne Ergebnisse oder Erfolg. Selbst wenn er eine Stelle bekommen hätte, was sollte in der Zwischenzeit bis zum nächsten Ausbildungsjahr passieren? Ohne Arbeit zu Hause zu sitzen, das wollte und konnte er nicht mehr, eine Chance zu erhalten, ohne eine Ausbildung jetzt schon in der IT-Branche zu arbeiten, war doch nicht so einfach.

Gemeinsam überarbeiteten wir im ersten Schritt seine Bewerbungsunterlagen und fügten seine erweiterten Kenntnisse im Fachbereich ein, damit diese ersichtlicher wurden. Anschließend sollte Herr S. sich erneut auf Ausbildungsstellen als Informationstechniker für Systemintegration bewerben und den Praktikumswunsch in den Vordergrund stellen, um seine Fertigkeiten beweisen zu können. Relativ schnell kam es zu einem Vorstellungsgespräch. Von Informationen zu dem Unternehmen, Aufbau, Struktur, Zielen des Unternehmens bis hin zum Outfit-/Gesprächstraining, gingen wir alles zusammen durch. Bestens vorbereitet ging es also los zum Vorstellungstermin. Es lief besser als er dachte, Herr S. durfte in der Folgewoche schon sein Praktikum beginnen.

Im Praktikum konnte er überzeugen und bekam zum Abschluss des Praktikums sogar einen Arbeitsvertrag als Aushilfskraft mit einem fairen Gehalt. Total erfreut berichtete er uns, dass in seinem Arbeitsvertrag sogar schon der Übergang in die Ausbildung ab 08/2022 festgehalten wurde. Mission Plan B war erfolgreich beendet!

Heute ist Herr S. zufriedener als in seiner Beschäftigung als Dachdecker, weil er die Chance bekommt, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Täglich erhält er motivierende Feedbacks von seinen Vorgesetzten und seine Aufgabenbereiche wachsen! Aktuell wird er sogar als Stellvertretung des Teamleiters in der Verwaltung eingesetzt, da neben seinen IT-Kenntnissen sein Organisationstalent hervorschien.

Wir freuen uns, dass Herr S. seine Ziele in unserer Maßnahme verwirklichen konnte und wünschen ihm weiterhin viel Erfolg!

Alle Kräfte an einem Standort gebündelt: der AVM in der Stahlstraße.

Die Möbel stehen an der richtigen Stelle, die Umzugskisten sind ausgepackt: Mittlerweile haben wir uns vollständig in der Stahlstraße eingerichtet. Dieser Veränderung gingen einige Planungsarbeiten voran. Schließlich bestand der Standort in der Bernhard-Adelung-Straße bereits seit mehreren Jahrzehnten. Etliche Auszubildende besuchten dort unsere Unterrichts- und Werkräume, um sich mit unserer Hilfe auf ihre berufliche Laufbahn in der Gastronomie oder im Metallbau vorzubereiten.

Dagegen befanden sich Teile der Verwaltung und das AQTIV-Center Rüsselsheim von Anfang an in der Stahlstraße. Das Jobcenter AQTIV-Center Rüsselsheim dient seit jeher als Anlaufstelle für Jugendliche und langzeitarbeitslose Menschen, aber auch für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die eine berufliche Weiterbildung anstreben.

Nach dem Erwerb der bisher angemieteten Gebäude in der Stahlstraße sind jetzt alle Räumlichkeiten für Verwaltung, Ausbildung, Beratung und Co. an einem Standort zentralisiert. Die ersten positiven Auswirkungen sind bereits zu spüren. So spart sich unser Personal viel Zeit, da der Weg zwischen zwei Standorten entfällt und die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen verbesserte sich durch diese Maßnahme ebenfalls deutlich.

Wir bauen ein Restaurant – für Auszubildende, Schüler/-innen und viele weitere Gäste

Die Pläne für dieses außergewöhnliche Projekt lagen schon seit einiger Zeit in unserer Schublade – seit dem vergangenen Jahr ist es offiziell: Wir bauen ein Restaurant. Es nennt sich “Das Mangold” und liegt in der Straße im Attich. Das Besondere daran: “Das Mangold” ist weitaus mehr als ein gewöhnliches Restaurant. Denn es vereint auf elegante Weise schulische, berufliche und städtebauliche Funktionen.

So sollen hier in Zukunft die Schüler und Schülerinnen der Georg-Mangold-Schule ein gesundes Mittagessen erhalten. Für die zweitgrößte Grundschule des Landkreises Groß-Gerau bedeutet das, dass sie dann das schon lange anvisierte Ganztagsangebot realisieren kann.

Darüber hinaus wird “Das Mangold” das in die Jahre gekommene AVM-Ausbildungsrestaurant “Ratsstube” ersetzen. Die Auszubildenden erhalten damit die Chance, einen Gastronomie-Beruf an einem hochmodernen Ausbildungsplatz zu erlernen. Neben einer großen Küche, dem Restaurant und perfekt zugeschnittenem Lager für die Logistik verfügt der Neubau über repräsentative Seminarräume für unterschiedlichste Veranstaltungen und Konferenzen. Damit bietet der Ausbildungsverbund Metall den Jugendlichen einen bestmöglichen Start in die berufliche Laufbahn.

Und auch in städtebaulicher Hinsicht ist das Projekt herausragend. Denn dem Gebäude liegt die sogenannte Hybrid-Bauweise zugrunde. Tragende Teile bestehen hier aus Beton, die Hülle des Gebäudes dagegen aus nachwachsenden Rohstoffen – ein leuchtendes Beispiel für die Zukunft des Bauens.

Der erste sichtbare Baufortschritt fand im Sommer 2021 mit dem symbolischen Spatenstich statt. Seither geht es mir großen Schritten voran. Auf dem vorbereiteten Boden liegt die Bodenplatte, und auch erste Stützpfeiler ragen bereits in die Höhe. Bis März 2023 sollen die Bauarbeiten beendet sein. Neugierige erhalten auf der Restaurant-Webseite alle Informationen über die Hintergründe, das Konzept und aktuelle Neuigkeiten: www.das-mangold.de

AVM Erfolgsgeschichte

Eine Erfolgsgeschichte der QundB

Phillip K*., 20 J. kam im Januar aus eigenem Antrieb zu uns in den AVM.

Er war zum damaligen Zeitpunkt obdachlos und lebte in einem Übergangswohnheim für jugendliche Obdachlose. Es war sein Wunsch, seinen qualifizierenden Hauptschulabschluss im Rahmen unseres QundB-Projekts nachzuholen, um anschließend eine Ausbildung im Handwerk aufzunehmen.

Verschiedenste persönliche Problemlagen hatten bis dahin dazu geführt, dass P. die Regelschule ohne Schulabschluss abgebrochen hatte und sogar die Schulpflicht durch das Schulamt vorzeitig beendet wurde.

Nach einer Vielzahl an Gesprächen konnten die Hemmnisse herausgearbeitet werden, die es in den kommenden Monaten auszuräumen bzw. zu bearbeiten galt. Eines der von ihm benannten Hemmnisse, war die Angst, sich erneut im Rahmen des angebotenen Unterrichtes zu langweilen, auch hier wieder zu versagen.

Obwohl das Projekt eigentlich eine tägliche Anwesenheit voraussetzt, entschlossen wir uns, Philipp die Möglichkeit zu geben, nur an zwei Tagen am Präsenzunterricht teilzunehmen. An den übrigen Tagen sollte er sich bewerben, bzw. fachpraktisch erproben oder im Rahmen des Werkstattunterrichtes seine handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbauen.

Zeitgleich bewarb sich Philipp also mit unserer Unterstützung intensiv um einen Ausbildungsplatz. Es folgten Einladungen zu Vorstellungsgesprächen und Einstellungstests.

Den qualifizierenden Hauptschulabschluss hat Philipp mit einem Notendurchschnitt von 1, 1 im Sommer bestanden. Er hat daraufhin umgehend einen Ausbildungsvertrag als Industriemechaniker in einem großen Chemiekonzern unterschreiben können. Auch ein Zimmer in einer Studierenden-WG konnte für ihn gefunden werden.

Philipp befindet sich aktuell im 2. Ausbildungsjahr zum Industriemechaniker, seinem Traumberuf. Zu seinem Vater, mit dem er den Kontakt abgebrochen hatte, pflegt er heute wieder einen sehr engen Kontakt.

*Name geändert.

Auszubildende und Ausbildungsbetriebe finden oft nicht zueinander

Von den rund 497.000 Jugendlichen, die im Ausbildungsjahr 2018/2019 noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle waren, hatte ein Großteil zwar Glück – doch rund 90.000 von ihnen hatten bis Ende September 2019 noch keine Stelle gefunden. Gleichzeitig gibt es, laut Bundesagentur für Arbeit, noch über 157.000 freie Ausbildungsstellen, für die sich bis zu diesem Zeitpunk kein passender Bewerber fand. Im Prinzip könnte demnach jeder Bewerber versorgt sein. Woher kommt nun das Ungleichgewicht?

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Der Ausbildungsverbund Metall AVM feiert sein 40-jähriges Bestehen

Eine Menge Idealismus und Engagement – das zeichnet den Ausbildungsverbund Metall bereits seit seinen Anfängen im Jahr 1979 aus. 40 Jahre sind mittlerweile vergangen, seit tatkräftige Eltern, Personen des öffentlichen Lebens, die Städte Rüsselsheim am Main und Raunheim sowie die Firma Opel den Grundstein für den Verbund legten: Mit dem „Verein zur Förderung der Berufsausbildung Jugendlicher im Raum Rüsselsheim/Raunheim e. V.” unterstützten sie Jugendliche, die zum Beispiel durch ihren niedrigen Bildungsgrad oder instabile Familienverhältnisse berufliche Nachteile gegenüber ihren Altersgenossen hatten.

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Landrat Will würdigt Arbeit des Ausbildungsverbunds Metall AVM: Digital-Projekt im Jubiläumsjahr

Die gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft AVM wird 40 – und geht voller Selbstbewusstsein ins kommende Jahrzehnt. „Mir ist vor den nächsten Jahren nicht bange“, sagte Landrat Thomas Will bei einem Pressegespräch anlässlich des Jubiläums: „Seit Beginn hat sich der AVM für die Integration von Menschen in den Ausbildungsmarkt eingesetzt. Einer der Schwerpunkte wird auch weiterhin bei Ausbildungen im Gastronomiebereich liegen“, sagte der Landrat, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des AVM ist.

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