Berufliche Orientierung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter (umA)

Bis September 2015 kamen ca. 500.000 Flüchtlinge nach Deutschland. Im gesamten Jahr 2015 sind ca. 1,1 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Darunter sehr viel junge Flüchtlinge. Etwa 250.000 waren unter 25 Jahren, wie eine Studie des IAB aufzeigt. Um die jungen Flüchtlinge dauerhaft in die Gesellschaft zu integrieren müssen die allgemeinen Qualifikationen wie auch die beruflichen Qualifikationen verbessert bzw. geschaffen werden. Eine breite Palette von unterschiedlichen Angeboten (siehe ggf. folgende Handreichungen; Der Zugang zur Berufsausbildung und den Leistungen der Ausbildungsförderung für junge Flüchtlinge und Neuzugewanderte, Paritätischer Wohlfahrtsverband) wird notwendig sein, um die unterschiedlichen Qualifikationsniveaus durch die berufliche Orientierung zu entwickeln.

Die Sprache zur beruflichen Qualifizierung

Ein wesentlicher Faktor der Qualifizierung wird die Sprache sein. Wobei die Sprachangebote von BAMF, DAZ oder DAF alle der Bewältigung von Alltagssituationen dienen. Für eine berufliche Orientierung geschweige denn für eine Berufsausbildung sind andere Konzepte der beruflichen Sprachvermittlung wie der Spracherwerb im Prozess der Tätigkeiten notwendig.

Seit Mai 2016 führt AVM gGmbH ein Berufsorientierungsprojekt inklusive Spracherwerb durch. Der Spracherwerb richtet sich nach den schulischen mitgebrachten Kompetenzen und wird mit Zunahme des Projektes geringer. Die Berufsorientierung nimmt mit Zunahme des Spracherwerbs zu. Neben der Teilnahme an eigenen Werkstätten werden auch Praktika durchgeführt.

Das Projekt wird in enger Kooperation mit den Jugendämter der Stadt Rüsselsheim am Main und dem Kreis Groß-Gerau durchgeführt.